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Gender

Genderdiversiteit.pngPräambel: 

Jeder Mensch hat seine individuellen  Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, jeder Mensch hat seine eigene Geschichte.

 

Zur Denkweise in Familie, Schule, Gesellschaft allgemein
Erwachsene wie SchülerInnen ordnen oft äußere Erscheinungsmerkmale, Meinungen, Eigenschaften, Fähigkeiten, Funktionen und Tätigkeiten geschlechtsspezifisch zu, vorgefertigte Rollenbilder im Denken und Handeln werden oft bestimmten Geschlechtern zugeschrieben.

 

Projekt NMS Zurndorf mit dem BMUKK:
Gender macht Schule – ein Baustein zur Gleichberechtigung

Um Klischees aufzubrechen, starteten wir im Schuljahr 2011/12 ein 4-wöchiges Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Das Projekt wurde von Jänner bis März 2012 mit den 3. Klassen durchgeführt. Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen der NMS Zurndorf waren durch ihre Teilnahme wesentliche Mosaiksteine in einer bundesweiten Forschungsarbeit. Sie durchliefen dadurch ihre eigene Einstellungsmuster und lieferten  wesentliche Arbeiten und Erkenntnisse für Forschungsarbeiten.

Folgende Frage stand während des gesamten Projekts im Mittelpunkt:
Haben Eigenschaften, Stärken oder Interessen ein Geschlecht?

Beim Recherchieren aus den Schulbüchern und aus dem Internet haben unsere SchülerInnen erkannt, dass sich die Rollen der Familienmitglieder, Arbeits- und Lebensbedingungen, Rollen von Begabungen im Laufe der Zeit geändert haben.
Während ihrer Arbeiten, in Gesprächen und Präsentationen fiel ihnen auf, dass es so etwas wie typisch Mann, typisch Frau eigentlich gar nicht gibt - man kann nur sagen - typisch ich.

Das Projekt war der Start zu einem
Unterricht mit neuen Grundsätzen, Methoden und  Zielen:

Grundsätze:

  • Jugendliche sollen wissen, was man unter dem Begriff „Gender“ versteht
  • Jugendliche sollen sich mit gesellschaftlichen Geschlechterrollenzuschreibungen auseinandersetzen
  • Jugendliche sollen gesellschaftliche Zuschreibungen hinterfragen
  • Jugendliche sollen zu diesem Thema argumentieren können, eigene Meinungen vertreten,....
  • Jugendliche sollen ihre eigene Einstellung reflektieren

Unterrichtsdidaktik, die wir schon vor dem Projekt verfolgten, wollen wir weiterhin verstärkt anwenden:

  • Interessen stärken und Rahmenbedingungen für intrinsische Motivation durch Methodenvielfalt und entsprechende Sozialformen schaffen
  • keine Beurteilung während der Lernphasen vornehmen
  • jedem Lernenden durch vielfältige Lernanreize die Chance auf individuellen Lernzuwachs ermöglichen
  • sehr oft Zusammenarbeiten, Hilfestellungen,  verbales Feedback  durch MitschülerInnen ermöglichen
  • Wettbewerbssituationen  nur in bestimmten Phasen zulassen
  • Belohnungen wie z. B. Urkunden, Teilnahmebestätigungen, Gratulationen,… für Eigenständigkeit und persönlich hohe qualitative Leistung zukommen lassen
  • viel Raum und Möglichkeiten für Selbstwertstärkung und Harmonie in der Klasse bieten

 

Konkreter Auftrag für alle Beteiligten:
Auf Pauschalierungen aufmerksam machen, Informationen transportieren, bewusst handeln und kommunizieren, im Kontext  positive Veränderungen der sozialen Beziehungen  untereinander auslösen,…

Folgende Handlungen und Vorgänge verhelfen uns bei dieser Erledigung unseres Auftrages:

  • geschlechtergerechtes Formulieren
  • Vermeiden von Stereotypisierungen
  • Blick auf die Individuen und deren  Heterogenität
  • Einsatz von selbstwert- und  interessensfördernde Lernformen
  • Große Auswahl an Unterrichtsmaterialien, Aufgabenzuweisungen und Veränderungen in den Aufgabenstellungen
  • Selbstwertfördernde und motivationsfördernde Feedbacks

Damit hoffen wir, dass Erfolge wie hoher Selbstwert und Kompetenzsteigerung auftreten, erkennbare Lernzuwächse forciert werden, sowie der Blick auf die Individuen und deren Heterogenität weiter geschärft wird.