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Was uns den Weg verlegt, bringt uns voran.
(Albert Camus)

 

  Spezielle Themen findest du am Ende der Seite

 

Immer mehr SchülerInnen wachsen in für sie belastenden Lebenswelten auf. Diese Belastung führt immer häufiger zu einer Notlage von Kindern und Jugendlichen. In der Schule äußert sich diese in Lernblockaden, Lern- oder Schulverweigerung, Aggression, Rückzug, Suchtverhalten, Kontaktschwierigkeiten, mangelnder Konzentrationsfähigkeit, Flucht in Phantasiewelten, fehlendem Selbstwert und Ähnlichem. Deshalb entsteht in der Schule die Notwendigkeit die Beziehungsebene stärker zu betonen. Zur Unterstützung aller Menschen im Lebensraum Schule werden daher BeratungslehrerInnen eingesetzt. 

An unserer Schule stehen mit Frau Karner und Frau Muth zwei Beratungslehrerinnen bereit.

Die wichtigste Funktion für uns als BeratungslehrerInnen ist der wertschätzende Umgang mit Menschen. Wir haben immer ein offenes Ohr, wir suchen das vertrauensvolle Gespräch oder beschäftigen uns auf kreative Art mit dem, was den Betroffenen am Herzen liegt. 

Ziel der Arbeit ist es, Lehrer, Schüler und Eltern bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen. BeratungslehrerInnen helfen Kompetenz und Selbstwert aller Beteiligten zu stärken und die Konfliktlösungsfähigkeit zu erweitern. Unsere Arbeit als Beratungslehrer besteht in erster Linie aus einer einfühlsamen und akzeptierenden Beziehung zu den Betroffenen. Wir möchten den SchülerInnen eine einladende Atmosphäre zum Wohlfühlen bieten und ihnen das Gefühl von Halt vermitteln. 

Auffälliges Verhalten kann viele verschiedene Formen annehmen, es ist aber immer ein Hilferuf. Die Betreuungsarbeit soll Verständnis und Einsicht für den Hintergrund der Problematik auffälligen Verhaltens wecken. Die Beratung erfolgt einzeln, in Kleingruppen oder im Klassenverband. Dadurch werden neue soziale Verhaltensweisen angebahnt.

 In folgenden Arbeitsfeldern sind BeratungslehrerInnen tätig: 

  • Beratungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern einzeln oder in Kleingruppen
  • Arbeit an der sozialen Kompetenz (Stärkung des Selbstwertes, Erhöhung der Konfliktlösungsfähigkeit, Umgang mit Gefühlen, Verbesserung der Beziehungsstruktur in der Klasse, Familie, etc.)
  • Arbeit mit Lehrerinnen und Lehrern sowie mit der Schulleitung
  • Sammlung und Aufzeichnung von Informationen
  • Gemeinsame Problem- und Situationsanalyse
  • Arbeit mit Eltern oder Erziehungsberechtigten
  • Vermittlung Schule ? Elternhaus
  • Vernetzungsarbeit mit Institutionen

Um eine effektive Betreuung zu ermöglichen ist fallweise die intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen (z.B. Schulpsychologie, Erziehungsberatung, Jugendwohlfahrt, Beratungsstellen usw.) erforderlich.


Es gibt immer einen Ausweg, obwohl wir ihn nicht immer gleich erkennen können. Wir sind gerne bereit mit euch/Ihnen gemeinsam danach zu suchen und laden alle sehr herzlich ein, sich in allen Situationen die es zu verlangen scheinen,  an uns zu wenden.

Eure Beratungslehrerinnen
Andrea Karner & Kerstin Muth

 

        Weitere telefonische oder lokale Beratungsinstitutionen:

        Gewalt an Kindern: Österreichweite Hotline für von Gewalt betroffenen Kindern
        Tel.:  0800 / 240 268  (anonym und kostenlos von 8 - 20 Uhr)

        Bei allen persönlichen Problemen: Rat auf Draht:
        Tel.:  147  (anonym und kostenlos rund um die Uhr)        

        PSD (Psychosozialer Dienst )Oberwart:
        03352 / 33 511
        E-mail: oberwart@psd-bgld.at
        Homepage: http://www.psd-bgld.at/

        Caritas Familien- und Erziehungsberatung:
        03352/ 34 979

        Caritas Sozialberatung:
        0676 / 83 73 04 08

        Frauenberatungsstelle Oberwart:
        03352 / 33 855
        E-Mail: frauenberatung-oberwart@utanet.at
        Homepage: http://www.frauenberatung-oberwart.at/

        Männerberatungsstelle:
        0676 / 83 73 04 09

        Kinder- und Jugendanwalt Eisenstadt:
        057 600 / 28 08

        Mobiler Beratungsdienst für Kinder und Jugendliche in Oberwart:
        03352 / 38 453 oder 33 983 

        Rainbows für Kinder in stürmischen Zeiten („Verlust“ eines Elternteils durch Tod oder Scheidung):
        E-Mail: rainbows@eisenstadt.caritas.at

        R4 - Beratungsstelle Pinkafeld:
        03357 / 43626
        E-Mail: beratungszentrum@sos-kinderdorf.at 
 

        Schulpsychologische Beratungsstelle Oberwart:
        03352 / 326 27

       

       

Spezielle Themen

Die "g´sunde Watsch´n" - seit 25 Jahren per Gesetz verboten!

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Seit 25 Jahren:
Gewalt gegenüber Kindern per Gesetz verboten

Im Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) heißt es: „Eltern haben das Wohl ihrer minderjährigen Kinder zu fördern, ihnen Fürsorge, Geborgenheit und eine sorgfältige Erziehung zu gewähren. Die Anwendung jeglicher Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig

260 Anzeigen im Vorjahr

Nach dem Gesetz wachsen Kinder in Österreich also gewaltfrei auf. Tragische Misshandlungsfälle zeigen allerdings immer wieder, dass die Realität anders aussieht. Alleine im Jahr 2013 wurden 260 Straftaten wegen Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen angezeigt.

„Was mir nicht geschadet hat ...“

Die Einstellung „Was mir nicht geschadet hat, schadet auch meinen Kindern nicht“ ist nach wie vor verbreitet. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher halten einen „leichten Klaps“ als Erziehungsmaßnahme für in Ausnahmefällen zulässig oder teilweise sogar angebracht, auch das Schlagen mit der Hand (20 Prozent) und sogar heftige Ohrfeigen (fünf Prozent) sind nach wie vor verbreitet. Das Abfragen von tatsächlich erlebter Gewalt zeigte ein noch drastischeres Bild: 23 Prozent der befragten 15- bis 29-Jährigen gaben an mit der Hand geschlagen worden zu sein, 20 Prozent berichteten von heftigen Ohrfeigen.

Daher: Kindern müsse gesagt werden, dass niemand das Recht hat, sie zu schlagen.



„Keine Form der Gewalt bagatellisieren“
Monika Pinterits von der Kinder- und Jugendanwaltschaft formuliert es so: „Durch jede Art der Gewalt wird die Würde eines Kindes verletzt“, viele Betroffene würden ihr ganzes Leben an den Folgen leiden. Eine Ohrfeige dürfe nicht als „g?sunde Watsche“ groben Misshandlungen gegenübergestellt und dadurch bagatellisiert werden. Gewalt an Kindern sei in jedem Fall und ausnahmslos zu untersagen. „Wer geschlagen wird, fühlt sich hilflos und gedemütigt - je massiver und sadistischer Gewalt erfolgt, umso drastischer sind die Folgen.“

Tillfried Schober nach Romana Beer, ORF.at

 

 

 

 

 


Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Oberwart
des Psychosozialen Dienstes Burgenland - PSD


 

     

   


Vor wenigen Wochen erst eröffnete am Hauptplatz in Oberwart eine neue Betreuungseinrichtung. Im Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten dabei FachärztInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und diverses Fachpersonal eng zusammen. Das Team bietet neben den Möglichkeiten einer Krisenintervention natürlich eine multiprofessionelle Abklärung, fachärztliche und psychologische Diagnostik, Beratung und Betreuung. Die Beratung bzw. Behandlung erfolgt kostenlos. (E-Card bitte mitnehmen).

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die

  • seelische Probleme haben bzw. in psychische Not geraten sind;
  • Verhaltensauffälligkeiten zeigen;
  • Probleme im Kindergarten, in der Schule oder im häuslichen Zusammenleben zeigen;
  • an psychiatrischen Krankheiten leiden;
  • unterschiedliche Gewalterfahrungen erleben mussten;

Es richtet sich aber auch an Eltern, Angehörige und Behörden, die

  • eine Beratung haben möchten;
  • Informationen und Aufklärung über Krankheiten bzw. alterstypische Entwicklungsphasen benötigen;
  • mit schwierigen, sehr komplexen familiären und häuslichen Situationen konfrontiert sind;

Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Hauptplatz 8c / 1 / Top D
7400 OBERWART

Tel.: 03352 / 31 676
E-Mail: kjpsy-oberwart@psd-bgld.at
Homepage: http://www.psd-bgld.at/

Tillfried Schober, Betreuungslehrer

 

 

 


"Rainbows" - Ein Betreuungsangebot für Kinder in stürmischen Zeiten

Weiterführende Infos:
http://www.rainbows.at/bundeslaender/burgenland/start.php

     

   


Deine Eltern haben sich getrennt? Und es tut verdammt weh... Aber du hast niemanden, mit dem du richtig darüber reden kannst? Es gibt viele Kids in deinem Alter, denen es genauso geht. Manche lassen den Kopf einfach hängen. Sie meinen, sie können ja ohnehin nichts machen.

Aber immer mehr wissen auch, dass sie sehr wohl etwas machen können!
Du musst nicht allein damit fertig werden!

Komm in die RAINBOWS-Gruppe! Lerne hier die Kids kennen, die ähnlich empfinden wie du. Teile deine Erfahrungen mit ihnen und mach gemeinsam mit ihnen etwas daraus! Es ist viel mehr möglich, als du dir jetzt vorstellen kannst. Außerdem kannst du natürlich auf die volle Unterstützung der RAINBOWS- BetreuerInnen zählen, die schon vielen Kids in deiner Situation geholfen haben!

Auch im Burgenland waren im letzten Jahr 100-te Kinder von Trennung und Scheidung der Eltern betroffen. So versteht es sich von selbst, dass der Verein "Rainbows", eine Organisation der Caritas,  in Oberwart laufend Gruppenangebote für Kinder und Eltern anbietet. In wöchentlichen Treffen werden wichtige Themen rund um die außerordentliche Situation altersgerecht aufgearbeitet, denn: du kannst davon überzeugt sein, dass man nicht alles allein schaffen muss, dass es Stärke und nicht Schwäche bedeutet, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen! - Anmeldung unter 0676 / 83 73 03 13 oder 02682 / 73 600 - 301

Rainbows / Tillfried Schober

 

Die "G´sunde Watsch´n" - ein Erziehungsmittel?

 

"...eine g'sunde Watsch'n schadet nie..."
Gespräche mit Betroffenen machen aber deutlich, wieviel Demütigung und Kränkung mit dem Erleiden von Gewalt tatsächlich verbunden ist.

 

"...die Kinder vergessen das eh schnell..."
Aufgrund von Interviews und Therapien ist bekannt, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Bedeutung, die das Verhalten der Eltern für das gesamte Leben von Menschen hat, wird immer noch unterschätzt.

        


Die "g'sunde Watschn" ist kein Erziehungsmittel.
Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es kein Züchtigungsrecht mehr. Seit 1989 sind in der Erziehung die Anwendung von Gewalt und die Zufügung von körperlichem oder seelischem Leid ausdrücklich gesetzlich verboten. Auch die oft verharmloste "g'sunde Watschen" fällt darunter. - Ohrfeigen und Schläge als Erziehungsmaßnahmen sind strafbar, auch wenn sie keine oder nur leichte Verletzungen zur Folge haben.
Beachtet soll an dieser Stelle gleichzeitig auch werden, dass gewaltfreie Erziehung nicht mit antiautoritärer Erziehung gleichgesetzt werden darf. Auch in gewaltfreier Erziehung müssen gewisse Schranken und Grenzen gesetzt werden und Erziehungsmittel ergriffen werden. Jede Form von Gewalt jedoch ist verboten.

Der § 146 a ABGB lautet: "Das minderjährige Kind hat die Anordnungen seiner Eltern zu befolgen. Die Eltern haben bei ihren Anordnungen und deren Durchsetzung auf Alter, Entwicklung und Persönlichkeit des Kindes Bedacht zu nehmen; die Anwendung von Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig."

Unter dem Begriff „Gewalt“ wird in erster Linie körperliche Aggression verstanden.
Gewalt zeigt sich aber auch in anderen Ausdrucksformen. Körperliche Gewalt bedeutet immer auch psychische Gewalt und verstärkt letztendlich auch strukturelle Gewalt.

Wie sieht körperliche Gewalt aus?
Leichte körperliche Misshandlung: Gelegentliches Ohrfeigen oder Schlagen; das Kind stoßen oder schubsen; an den Haaren ziehen;
Schwere körperliche Misshandlung: Ständiges Ohrfeigen; heftiges Schütteln; das Kind treten oder prügeln; Schlagen mit Gegenständen; Zufügen von Verbrennungen; Verletzungen mit Messer ....
"Hinweise" - Auffälligkeiten der Kinder im Sozialverhalten: Aggression, Distanzverhalten, Selbstverletzung, Ängstlichkeit, geringe intellektuelle Leistungen, Sprachentwicklungsverzögerungen, ....

Bedrohungen oder Verletzungen der körperlichen Integrität hinterlassen immer auch Spuren in der Seele und gerade bei Kindern gefährden sie deren gesunde psychische Entwicklung. Ein Kind, das durch eine Person, zu der es in einer engen sozialen Beziehung steht, körperlich misshandelt und verletzt wird, wird in seinem Vertrauen zutiefst erschüttert. Daher ist es wichtig, dass das Kind Schutz vor weiterer Gewalt und adäquate Behandlung bekommt.

Schläge, aber auch psychische Gewalt wie Liebesentzug, Drohungen oder Demütigung sind kein Erziehungsmittel, sondern ein Zeichen dafür, dass das Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern auf dem undemokratischen Prinzip der Über- und Unterordnung, des Befehlens und Gehorchens beruht. Hinter elterlicher Gewaltanwendung steht in der Praxis allerdings sehr oft Hilflosigkeit. Daher genügt es auch nicht, Gewalttätigkeit lediglich zu verurteilen. Notwendig sind Hilfestellungen und Anleitungen zur gewaltfreien Lösung von Konflikten und Erziehungsproblemen. Dieser Tatsache wurde - gemäß Jugendwohlfahrtsgesetz - inzwischen auch Rechnung getragen durch Schaffung von Einrichtungen, die Erziehungsberechtigten ebenso wie Kindern Rat und Hilfe bieten (z.B. Kinderschutzzentren).

Wende dich / Wenden Sie sich an die auf der Seite der Beratungslehrer genannten Adressen oder versuche / versuchen Sie über das Internet Hilfe zu bekommen.
Z.B.:
   http://www.kinderschutzzentrum-eisenstadt.at/   -   http://www.frauenratgeberin.at/cms/frauenratgeberin/stichwort_detail.htm?doc=CMS1233766762122&index=G  -   http://www.gewaltinfo.at/
Suchbegriffe: "Gewalt an Kindern", "Körperliche Gewalt an Kindern", "Kinderschutz" odgl.

Tillfried Schober

 

Online-Plattform " http://www.verrueckte-kindheit.at/ " :
"Der erste Schritt aus einer schwierigen Situation ist, darüber zu reden ....... "

 

 

 Kennst du das auch? Eine psychische Erkrankung von nahen Angehörigen stellt junge Menschen vor große Herausforderungen.
 Oder fragst du dich:Könnte das Verhalten meiner Verwandten eine Krankheit sein?
 Wo findest du Hilfe? Was kann ich tun? Wie gehen andere damit um? Was ist eigentlich eine psychische Erkrankung?

  Zu diesen Fragen findest du Infos, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung auf:    "http://www.verrueckte-kindheit.at/"

 

 

 

        


Anfang Juli 2012 hat HPE Österreich (Vereine von Angehörigen und Freunden psychisch Erkrankter) das österreichweite "online-Portal veRRückte Kindheit" gestartet. Diese Plattform ist für Jugendliche ab 14 Jahren gedacht, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Die Idee dazu wurde gemeinsam mit jungen Menschen aus dieser Gruppe entwickelt.

Das Ziel dieser Plattform ist, die jungen Menschen mit psychisch erkrankten Eltern aus ihrer Isolation, aus diesem Gefühl alleine mit diesem Problem zu sein, heraus zu holen und nutzbringende Informationen anzubieten.

Auf dieser Website gibt es verschiedene Bereiche. Im Zentrum steht das Forum, in dem sich Jugendliche und jungen Erwachsene austauschen und erleben können, dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind. Sie können dort Informationen finden, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Dieses Forum wird professionell moderiert, Beratungsanfragen werden aber an die bewährte HPE-Onlineberatung verwiesen. Besonderen Wert legen wir auf den Datenschutz. So wird darauf geachtet, dass UserInnen nichts öffentlich bekannt geben, was Rückschlüsse auf sie selbst oder den erkrankten Elternteil zulässt.

Tillfried Schober aus "http://www.hpe.at/"