Turnsaal oder Hightech-Labor? Beim MINT-Workshop an der MS Oberpullendorf war diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. In Zusammenarbeit mit dem AMS und dem BUZ durften die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen tief in die faszinierende Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) eintauchen – und das mit Action, Staunen und jeder Menge Spaß.

Wo sonst Bälle fliegen, flog plötzlich eine Drohne. Wo normalerweise Turngeräte stehen, warteten Roboterarme, KI-gesteuerte Fahrzeuge und Handgeneratoren auf neugierige Jugendliche. Das BUZ Neutal hatte den Turnsaal kurzerhand in eine Erlebniswelt verwandelt und mehrere Stationen aufgebaut, an denen Technik nicht nur erklärt, sondern erlebt wurde.

Ein echtes Highlight war der Bereich Steuerungstechnik. Hier durften die Kids erleben, wie ein Controller in der Praxis funktioniert: Die Drohne flog elegant und manchmal auch kreativ nach dem Motto „Hauptsache sie landet wieder“. Mindestens genauso groß war das Staunen bei der Begegnung mit ChatGPT. Die Jugendlichen merkten schnell: Dieses Tool kann nicht nur Texte schreiben, sondern auch Bilder generieren, Programme erstellen und versteht sogar Sprache.
Für leuchtende Augen sorgte auch das Mario-Kart-Autofahren mit KI-Unterstützung – plötzlich wurde Gaming zur Wissenschaft. Wer zwischendurch genug vom Rennen hatte, konnte einen Roboterarm steuern oder mit dem Handgenerator selbst Strom erzeugen und feststellen: Energie kommt nicht einfach aus der Steckdose.

Die Resonanz der Jugendlichen war überwältigend. Technik war an diesem Tag nicht kompliziert, sondern spannend, lustig und greifbar. Fazit: Wenn Lernen so aussieht, darf der Turnsaal ruhig öfter zum Labor werden. Und vielleicht flog an diesem Tag nicht nur eine Drohne, sondern auch der Funke für die nächste Generation von MINT-Expertinnen und -Experten.